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vorraussetzungen [2016/09/11 20:02]
andreasweingarten
vorraussetzungen [2016/09/11 20:08] (aktuell)
andreasweingarten
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 == Die räumliche Situation == == Die räumliche Situation ==
  
-Zum Lernen muss das Pferd gelassen sein um etwas zu lernen. Die Losgelassenheit kommt auch in der Grundausbildung der FN Richtlinien ​vor (Siehe Skala der Ausbildung: https://​de.m.wikipedia.org/​wiki/​Ausbildungsskala). Meiner Ansicht nach  ist jedoch ​ein Lernen ohne Gelassenheit des Pferdes kaum möglich. ​Sie wird in der Skala auch als 1. Block zusammen mit Takt und Anlehnung gezeigt. Da ich aber den Beginn der Ausbildung nicht nur auf dem Reitplatz und schon gar nicht im Sattel sehe, würde ich empfehlen, die Losgelassenheit ​in jedem Fall in jeder Ausbildungseinheit zuerst herzustellen. Die räumliche Situation steht damit in engem Zusammenhang. Bei gänzlich neuen Lerninhalten wird jede Störung (und Pferde sind Meister der Wahrnehmung) ablenken. Ablenkung bedeutet mehr Aufwand zur Motivation oder einfach schlechtere Ergebnisse. Ergo ist eine ruhige, bekannte, gesicherte Umgebung wichtig. Mit „ruhig“ meine ich nicht zwangsläufig absolute Ruhe. Aber nichts, was weit über das normale Maß an Geschäftigkeit und Geräusch hinaus geht, mit welchen das Pferd ansonsten konfrontiert ist (als Beispiel: ein reines Hallenpferd ausgerechnet das erste Mal im Freien neben der Bundesstraße mit der ungewohnten Doppellonge zu konfrontieren,​ wird für manche Mensch /Pferd Paare wohl eher ein ambitioniertes Ziel sein).\\ ​+Zum Lernen muss das Pferd gelassen sein. Die Gelassenheit ist für mich Bedingung der Losgelassenheut,​ welche ​auch in der Grundausbildung der FN Richtlinien ​vorkommt ​(Siehe Skala der Ausbildung: https://​de.m.wikipedia.org/​wiki/​Ausbildungsskala). Meiner Ansicht nach  ist ein Lernen ohne wirkliche ​Gelassenheit des Pferdes kaum möglich. ​Die Losgelassenheit (Losgelassenheit beschreibt beim Reiten oder Fahren den Zustand, in dem ein Pferd mit schwingendem Rücken, nach vorne gedehntem Hals und ohne Eile mit natürlichen,​ taktmäßigen und entspannten Bewegungen läuft und auf die Hilfen des Reiters bzw. Fahrers reagiert. Die Losgelassenheit ist die zweite Stufe der Ausbildungsskala bei Pferden) ​wird in der Skala auch als 1. Block  ​- ​zusammen mit Takt und Anlehnung ​gezeigt. Da ich aber den Beginn der Ausbildung nicht nur auf dem Reitplatz und schon gar nicht im Sattel sehe, würde ich empfehlen, die Gelassenheit (das Pferd ist körperlich und geistig entspannt) ​in jedem Fall in jeder Ausbildungseinheit zuerst herzustellen. Die räumliche Situation steht damit in engem Zusammenhang. Bei gänzlich neuen Lerninhalten wird jede Störung (und Pferde sind Meister der Wahrnehmung) ablenken. Ablenkung bedeutet mehr Aufwand zur Motivation oder einfach schlechtere Ergebnisse. Ergo ist eine ruhige, bekannte, gesicherte Umgebung wichtig. Mit „ruhig“ meine ich nicht zwangsläufig absolute Ruhe. Aber nichts, was weit über das normale Maß an Geschäftigkeit und Geräusch hinaus geht, mit welchen das Pferd ansonsten konfrontiert ist (als Beispiel: ein reines Hallenpferd ausgerechnet das erste Mal im Freien neben der Bundesstraße mit der ungewohnten Doppellonge zu konfrontieren,​ wird für manche Mensch /Pferd Paare wohl eher ein ambitioniertes Ziel sein).\\ ​
 Also schaffe für Dich und Dein Pferd ein „Klassenzimmer“ für die Ausbildung. Das kann für das Fohlen-ABC der Putzplatz sein, das kann für die Bodenarbeit der Longierzirkel oder der Reitplatz sein, das kann für Führübungen aber auch ein kleiner Feldweg sein. Wo das Pferd und der Mensch sich wohlfühlen und sicher und ungestört arbeiten können, ist es richtig.\\ Das „Klassenzimmer“ sollte in jedem Fall dem Pferd in einer (oder mehreren) Ausbildungseinheit nahe gebracht und positiv verknüpft werden (dazu an anderer Stelle mehr).\\  ​ Also schaffe für Dich und Dein Pferd ein „Klassenzimmer“ für die Ausbildung. Das kann für das Fohlen-ABC der Putzplatz sein, das kann für die Bodenarbeit der Longierzirkel oder der Reitplatz sein, das kann für Führübungen aber auch ein kleiner Feldweg sein. Wo das Pferd und der Mensch sich wohlfühlen und sicher und ungestört arbeiten können, ist es richtig.\\ Das „Klassenzimmer“ sollte in jedem Fall dem Pferd in einer (oder mehreren) Ausbildungseinheit nahe gebracht und positiv verknüpft werden (dazu an anderer Stelle mehr).\\  ​
 Der Paddock, die Weide und die Box des Pferdes sind bei uns in aller Regel frei von Ausbildung. Das ist „Pferdeland“! Einzige Ausnahme ist hier das Halftern (geübt wird das aber zuerst in einem „Klassenzimmer“ ohne fremde Pferde), und das Benehmen „bei Fuß“, wenn das Pferd geholt wird (auch das nur vertiefend im Paddockbereich). Füttern oder das „Ausbilden“ (Zurechtweisen,​ Locken etc.) fremder Pferde im „Pferdeland“ ist oft in der Folge dann mit Problemen beim Holen der Pferde behaftet (wenn Boxenpferdehalter hier nicht so recht verstehen, was ich meine: einfach mal einen Offenstall besuchen und etwas beobachten).\\ ​ Der Paddock, die Weide und die Box des Pferdes sind bei uns in aller Regel frei von Ausbildung. Das ist „Pferdeland“! Einzige Ausnahme ist hier das Halftern (geübt wird das aber zuerst in einem „Klassenzimmer“ ohne fremde Pferde), und das Benehmen „bei Fuß“, wenn das Pferd geholt wird (auch das nur vertiefend im Paddockbereich). Füttern oder das „Ausbilden“ (Zurechtweisen,​ Locken etc.) fremder Pferde im „Pferdeland“ ist oft in der Folge dann mit Problemen beim Holen der Pferde behaftet (wenn Boxenpferdehalter hier nicht so recht verstehen, was ich meine: einfach mal einen Offenstall besuchen und etwas beobachten).\\ ​
vorraussetzungen.txt · Zuletzt geändert: 2016/09/11 20:08 von andreasweingarten