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reifenschaden

Gerade beim Anhänger kommt es doch hin und wieder zu einem Reifenschaden.

  • Durch die starke Verwindung der Reifen beim Rangieren. Besonders mit Pferd im Hänger sind die Reifen hier sehr starken Kräften ausgesetzt.
  • Durch Fahrfehler kommen die Reifen des öfteren mit Bordstein oder anderen Gegenständen in Kontakt, was im schlimmsten Fall zum Reifenschaden führen kann.
  • Durch mangelnden Luftdruck (nach der Standzeit wird nicht kontrolliert) werden die Reifen bei Fahrten mit höherem Tempo und/oder viel Gewicht stark in Mitleidenschaft gezogen.
  • Pferdeanhänger werden oftmals im Hofgelände bewegt, wo die Gefahr sich Nägel oder Schrauben einzufahren, besonders hoch ist.


Für den Transport der Pferde sollte der Anhänger fit sein, ein schleichender Platten ist da eine große Gefahr und muss sofort repariert werden. Was also tun, wenn man einen Platten hat?

Bewährt hat sich hier ein Kunststoff-Auffahrkeil, wie man ihn bei den Wohnmobilen zum Geraderichten benutzt. Das funktioniert bei den allermeisten Anhängern mit Doppelachse sehr gut:

  1. Einen geraden und festen Standplatz für den Hänger suchen.
  2. Den Hänger am Auto angehängt lassen.
  3. Die Pferde, so man welche geladen hat, bleiben im Hänger
  4. Die Muttern des platten Rades werden etwas (!) gelockert. Die Muttern sitzen oft so fest, das bei aufgebocktem Hänger ein Lösen nicht mehr möglich ist, deshalb vor dem Aufbocken etwas lockern. Falls die Muttern sehr fest sind, mit einer Verlängerung arbeiten.
  5. Das hintere Rad ist platt: VOR das vordere, intakte Rad den Keil legen und den Hänger dann auf den Keil ziehen.
  6. Das vordere Rad ist platt: HINTER das hintere, intakte Rad den Keil legen und den Hänger dann auf den Keil schieben.
  7. Hier ist es hilfreich, wenn jemand schaut, das man nicht zu weit auf/über den Keil fährt.
  8. Sowohl beim Zugfahrzeug als auch beim Anhänger sollte man nun die Feststellbremse ziehen um größtmögliche Stabilität zu erreichen. Auch das öffnen und schließen der Radmuttern ist so einfacher zu bewrkstelligen.
  9. Das platte Rad hebt sich vom Boden und kann nun abmontiert werden.
  10. Das Reserverad kann montiert werden.
  11. Falls kein Reserverad vorhanden ist kann man den LEEREN Hänger wieder vom Keil herunterfahren und den Hänger abhängen um den Platten reparieren zu lassen. In schwierigen Situationen (Autobahnstandstreifen oder unübersichtliche Situationen) ist es vielleicht sogar ratsam mit drei Rädern langsam weiter zu fahren, um einen sicheren Abstellplatz zu erreichen (ACHTUNG: die Situation mußt Du als Fahrer verantworten und beurteilen. Dies ist KEINE Empfehlung).
  12. Mit geladenen Pferden ist ein Abhängen NICHT erlaubt und in keinem Fall ratsam. Auch ein fahren mit drei Rädern ist in der Regel keine Option. Das Gespann wird so extrem instabil und der verbleibende Reifen ist einem zu starken Druck ausgesetzt.
  13. Nach dem Montieren des Ersatzrades oder des reparierten Rades wird die Feststellbremse am Hänger und Zugfahrzeug gelöst und der Hänger vom Keil heruntermanövriert. Muttern nachziehen, Keil einpacken, fertig.
  14. Diese Methode erspart den Wagenheber, das Gespann bleibt stabil, man muss nicht unter den Hänger (z.B. mit dem Wagenheber) und die Reparaturzeit ist wesentlich kürzer.


Im Gegensatz zu Holzbrettern, welche man im Notfall auch unterlegen kann, bietet der Kunststoffkeil

  • mehr Höhe, welche gerade bei den neuen Anhängern mit Einzelradaufhängung nötig ist, damit sich das Rad komplett abhebt
  • mehr Sicherheit, weil der Keil gut am Boden aufliegt und mit den Mulden den Hänger gut positioniert
reifenschaden.txt · Zuletzt geändert: 2016/09/25 12:35 von andreasweingarten